Archive for 'Stralsund'

Abschlusskonzert der Rock gegen Rechts Aktionstage 2014 in Stralsund am 27. September

Wie in den vergangenen Jahren enden die Rock gegen Rechts Aktionstage in Stralsund auch dieses Jahr mit einem fetten Abschlusskonzert.

Details:

27. September

Einlass: ab 18:00 Uhr

Beginn: ab 19.00 Uhr // AK: 6,00 Euro

 

Ort: Alte Eisengießerei Stralsund

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Achtung, im diesem Jahr wird es ab dem 30.08. einen Vorverkauf geben. Sichert euch ein Ticket in dem ihr online per e-mail an info[ätt]rockgegenrechts.com bestellt (6,00 Euro zzgl. Versand und 19% MwSt. – bitte Anzahl, Rechnungsadresse und Lieferadresse angeben) oder besucht einer unserer Veranstaltungen und kauft vor Ort eure Tickets für allinklusive 6,00 Euro.

Auch wenn die Tickets im VVK für die Besteller ingesamt teurer sind, da die MwSt. zuschlägt, raten wir euch den VVK zu nutzen. Wir haben zwar Abendkasse, die Karten sind aber begrenzt!

Zu den Bands:

Flem­ming and the Gang – eine Band der rauen Küs­ten­luft. Über ihren Mu­sik­stil sagt die Band selbst: „In die Segel bläst or­dent­lich Sto­ner, Doom und ganz viel heavy Rock, ohne Ein­gän­gig­keit ver­mis­sen zu las­sen.“ Eine re­gio­na­le Band, mit Er­fah­rung und viel Freu­de an ihrer Musik. Lash­down – eine Combo aus Ber­lin, die für eine or­dent­li­che Pa­ckung pro­gres­si­ven Hard­core und hoch­gra­dig en­er­gi­sche Live Shows ste­hen. Hard­core ist für sie „more than music“, wes­halb ihre Auf­trit­te ge­prägt von kla­ren State­ments und einer an­ti­fa­schis­ti­schen Grund­hal­tung sind.

The De­tec­tors – Street­punk der feins­ten Art und Weise. Mit ein­gän­gi­gen Tex­ten und Me­lo­di­en über­zeu­gen The De­tec­tors nicht nur auf CD, son­dern auch Live. „Wü­tend und trotz­dem vol­ler Hoff­nung“ set­zen sie sich in ihren Tex­ten mit All­tags­pro­ble­men, Miss­stän­den, Tier­rech­ten und mit men­schen­ver­ach­ten­den Ideo­lo­gi­en aus­ein­an­der. Mu­si­ka­lisch auf sehr hohem Ni­veau, wer­den sie auch beim Rock gegen Rechts Ab­schluss­kon­zert be­geis­tern.

Ko­bito – po­li­ti­scher Rap, der unter die Haut geht. Ko­bito ist nicht nur auf der Bühne mit Herz und mit Ver­stand bei der Sache. „Die Er­fah­run­gen aus den letz­ten Jah­ren sind in sein ak­tu­el­les Album mit ein­ge­flos­sen, die Musik ist noch emo­tio­na­ler, gleich­zei­tig noch po­li­ti­scher, noch durch­dach­ter ge­wor­den.“

Ego­tro­nic – „Raus aus dem Elec­tro-​Dance­floor-​Stru­del wol­len auch Ego­tro­nic, die schon zuvor auf dem 10-​Jah­re Ju­bi­lä­ums­al­bum be­herzt die Gi­tar­ren schred­deln lie­ßen. „Mehr Punk­rock wagen” ist kein ver­zwei­fel­ter Flucht­plan, son­dern ein­fa­che Rück­be­sin­nung auf die ei­ge­nen sub­kul­tu­rel­len Wur­zeln.“ […] „der Ruf ist so rui­niert und her­vor­ra­gend wie nie zuvor, der Ver­ein­nah­mungs­kon­flikt zwi­schen au­to­no­mem AZ-​Pu­bli­kum und fei­er­wü­ti­gen Hips­tern nach wie vor er­freu­lich un­ge­klärt“. Elec­tro auf eine voll­kom­men neue Art wird hier den Gäs­ten ge­bo­ten. „Beat für die Beine und ne Mes­sa­ge für den Ver­stand“ trifft hier voll­kom­men zu.

Informationen über alle Veranstaltungen der Rock gegen Rechts Aktionstage gibt es unter www.rockgegenrechts.com.

Zum Schutz friedlicher Veranstaltungen und deren Besucher sind Menschen mit fremdenfeindlichen, rassistischen, antisemitischen, faschistischen, sexistischen und homophoben Gedankengut auf allen Veranstaltungen der Initiative Rock gegen Rechts Stralsund ausgeschlossen. In dieses Spektrum fallen auch Personen, die neonazistischen Parteien oder Organisationen angehören, der rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit mit den oben genannten Merkmalen aufgefallen oder sonstigen menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind. Personen mit Kleidung von rechtsoffenen Gruppierungen und Bands werden bei uns ebenfalls nicht geduldet. Der Veranstalter behält sich vor, von seinem Hausrecht gebrauch zu machen und diesen Personen den Zutritt zu den Veranstaltungen zu verwehren oder von diesen zu verweisen.

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„Am lautesten aber war das Schweigen der Mehrheit…“ – Eröffnung der Ausstellung „Deine Anne“ in Stralsund

Am vergangenem Dienstag, dem 02.09.2014, fand im Stralsunder Hansa-Gymnasium im Rahmen der Rock gge nRechts Aktionstage 2014 die Eröffnung der Wanderausstellung “Meine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte” statt. Die Ausstellung erzählt die Geschichte vom Leben und Sterben der Anne Frank.

Die Ausstellung beschreibt auf eindrucksvolle Weise das Problem der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit. Schüler_innen und Besucher_innen geraten hier mit einem heiklen und häufig zu Unrecht banalisierten Thema in Kontakt. Diese Auseinandersetzung war immer und ist heute wieder zunehmend dringend notwendig:

Überall in Europa treten faschistische Organisationen, im Zuge der seit 2009 andauernden Krise, wieder zunehmend offensiv auf. Sie fordern teilweise offen, teils versteckt die völlige Abschaffung der Demokratie und die Ausgrenzung bzw. gar die organisierte Ermordung der zum Feind erklärten Gruppen.

Trotz aller Warnungen, welche uns die Geschichte lehrt: Es scheint, die meisten Menschen haben sich an den Neofa­schismus gewöhnt, haben ihn als Alltag akzeptiert. Jeden Tag werden in Deutschland Migrant_innen, Dunkelhäutige und Jugendliche, die sich nicht anpassen brutal zusammengeschlagen, noch mehr werden regelmäßig bedroht. Haken­kreuze und selbst brutale Gewalt lösen dennoch häufig keine Reaktion mehr aus.

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Bild: Für viele Menschen ist es in Deutschland lebensgefährlich geworden, sich frei zu bewegen. Das bleibt für die Normalbürger_innen unsichtbar, weil die rechten Schläger ein festes Feindschema haben, von dem die Masse der Bevölkerung zunächst nicht betroffen ist.

„Es gibt fatale Irrtümer zu diesen Übergriffen. Einer besteht darin, von spontaner Gewalt auf die Ziellosigkeit unorgani­sierter Einzeltäter_innen zu schließen. Das ist falsch. Wer spontan einen Schwarzen angreift, hat vorher entschieden, wer der Feind ist.“ Rechte Gewalt ist immer durch eine Ideo­logie der Ungleichheit motiviert. Im Kopf der Täter_innen gibt es diffus oder gefestigt ein Leitmotiv: Ausländer raus. „Minderwertiges“ Leben bekämpfen.

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Bild: Ignorieren ist ein Fehler: Werden diskriminierende Äußerungen (und die damit verbundenen direkten Übergriffe) routinemäßig nicht diskreditiert, so wirkt deren Geltung bestätigt und Ressentiments werden stabilisiert. Tipps zum Umgang mit neofaschistisch motivierten Diskriminierungen im Alltag finden sich im Netz.

Diese Ideologie wird nicht im luftleeren Raum propagiert. Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit gegenüber jüdisch oder muslimisch Gläubigen, Sinti und Roma, Migrant_innen, Frauen, Homosexuellen, Obdach- und Erwerbslosen ist bei erheblichen Teilen der Bevölkerung verbreitet.“ An diese Vor­urteile knüpfen in populistischer Manier auch immer wieder Politiker_innen aus nicht offen rechts auftretenden Parteien und Medien an. Sie tragen daher ebenfalls die Ver­antwortung für die Verbreitung menschenverachtender Ideologien, und somit auch für die damit einhergehenden Übergriffe.

Überall da, wo hingegen energisch gegen Neofaschismus vorgegangen wird, kann die rechte Dominanz gebrochen wer­den: in Schulen, Betrieben, Vereinen und Öffentlichkeit. Dazu gehört der Wille von Lehrer_innen, Kommunalbeamten, staat­liche Repression und stets auch das Engagement Einzelner.

Nur wenn wir entschlossen Courage zeigen und uns gemein­sam solidarisch, kreativ und mutig an die Seite der Betroffenen stellen, können wir von Grund auf der hasserfüll­ten Gewalt vorbeugen und ein weiteres Erstarken der faschistischen Organisationen in Deutschland und Europa verhindern.

In dem Ziel, diese Einstellung Schüler_innen näherzubringen, lag für uns der ausschlaggebende Grund, aus dem wir die Ausstellung im Rahmen der Aktionstage unterstützt haben.

Besonders, dass die Schüler_innen weitgehend eigene Verantwortung für die Organisation und Durchführung zu übernehmen können, kommt einer Identifikation mit dem Thema zugute.

Was bei der Debatte über Faschismus und Neofaschismus nie fehlen darf, ist die Beachtung der Tatsache, dass es der Kapitalismus ist, welcher faschistische Wirklichkeit reproduziert und stützt. Dies konnte auch bei unserer Eröffnungsrede noch einmal besonders hervorgehoben werden:

„Solange der Mensch ein erniedrigtes, geknechtetes, verlassenes und verächtliches Wesen ist, Solange unsere Kinder zu roboterhaften Arbeitstieren erzogen werden, So lange werden Menschenhass, Führerprinzip und Angst in den Köpfen der Menschen stecken.  Diese Verhältnisse zu überwinden, sollte unser aller Bestrebung sein. Und bis dahin müssen wir alles dafür tun, dem Spuk etwas Gutes entgegenzusetzen.  Etwas dem Leben selbst Zugewandtes. Die Liebe zur Menschlichkeit. Und genau da setzt diese Ausstellung an.“

Für die Öffentlichkeit ist die Ausstellung noch am 04.09., 09.09 und am 11.09 von 15.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.

Mehr Informationen über die diesjährigen Rock gegen Rechts Aktionstage gibt es unter www.rockgegenrechts.com

 

 

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Einladung LMV in Stralsund

Hallo liebe Mitglieder und Sympathisierenden!

es ist mal wieder so weit. Vom 16. bis 17.11.2013 findet unsere nächste Landesmitgliederversammlung statt. Wir freuen uns schon auf die gemeinsame Zeit und laden euch recht herzlich dazu ein. Als Ort für unsere Landesmitgliederversammlung haben wir Stralsund auserkoren. Als Tagungsort haben wir uns den „Jugendclub Havanna“ ausgewählt, die Anschrift findet ihr unten. Die Unterbringung findet dezentral statt. Starten werden wir am Sonnabend gegen 12 Uhr mit den Wahlen und arbeiten uns dann durch, so lange, wie wir eben brauchen und Lust haben. Vorschläge bezüglich der Abendgestaltung sind gerne gesehen. Am Sonntag beginnen wir dann gegen 11 Uhr mit unserem gemeinsamen Mittag und nehmen uns der restlichen Tagesordnungspunkte an, wenn vom Samstag noch Punkte offen sind.

Hier eine vorläufige Tagesordnung:

0) Ortsgruppenberichte
1) Wahl der Delegierten für den Bundeskongress
2) Wahl der Delegierten für den Landesparteitag
3) Wahl Beisitzer_in Landesvorstand der Partei
4) Nachwahl LSR Mitglieder
5) Auswertung 2013
6) Orientierung [’solid] MV 2014
7) Finanzplan [’solid] MV 2014

Wie ihr sehen könnt, nimmt der inhaltliche Bestandteil der TO bislang leider nur einen recht kleinen Teil ein, wir bitten daher um Ideen und Vorschläge, was wir nächstes Jahr so alles angehen wollen. Da es bereits seit einiger Zeit Überlegungen gibt, Anträge auf dem [’solid] Bundeskongreß zu stellen, ist auch dafür Raum offen.

Die Tagesordnung ist offen und wird auf unserer Homepage beständig aktualisiert. Solltet ihr also Punkte hinzufügen wollen, schreibt einfach an lsr-verteiler[at]solid-mv.de

Anschrift des Tagungsorts:
Jugendclub Havanna, Thomas-Kantzow-Str. 6, 18435 Stralsund

Für die Planung der Übernachtungsmöglichkeiten möchten wir darum bitten, dass ihr euch rechtzeitig bei lsr-verteiler[at]solid-mv.de zu melden, damit wir die Schlafmöglichkeiten besser koordinieren können.

Mit freundlichen Grüßen
Der Landessprecher_innenrat

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