Antifaschismus

Stell dir mal vor…

, du würdest nicht nach deiner Herkunft, Sprache, Hautfarbe oder nach deinen sexuellen Vorlieben beurteilt werden, sondern nach deinen Fähigkeiten und deinem Charakter. Stell dir vor, Rassisten hätten keinen Platz mehr in unserer Gesellschaft und vermeintlich „Fremde“ würden nicht mehr ausgegrenzt, sondern mit Neugierde behandelt werden.

Rassismus, Intoleranz, Homophobie und andere Vorurteile sind leider keine Märchen aus der Vergangenheit. Gerade in strukturschwachen Gebieten, in denen die sozialen Probleme besonders groß sind, wachsen rassistische Vorurteile. Die soziale Verarmung ganzer Landstriche führt dazu, dass den hohlen Phrasen der NPD und anderer neofaschistischer Organisationen schnell geglaubt wird. Die stetig auseinanderklaffende Schere zwischen Arm und Reich nutzen Nazis und Rechtspopulisten gezielt, um Einfluss in der Gesellschaft zu bekommen. Ihr Ziel ist mehr Macht für sich selbst und die Abschaffung von demokratischen Rechten jedes einzelnen Menschen. Nazis wollen keine Gerechtigkeit, sie wollen noch mehr Ungerechtigkeiten schaffen, in dem sie Menschen wilkürlich in Gruppen einteilen und sich selbst – wer hätte es gedacht – gleichzeitig über andere stellen.

Nazis bieten keine Lösungen für die Probleme dieser Gesellschaft, denn sie sind selbst ein Ergebnis des kapitalistischen Systems. Kapitalismus bedeutet immer die Ausbeutung vieler zu Gunsten weniger Reichen. Die vergangenen Jahrzehnte haben gezeigt, dass faschistische Ideologien immer auf dem Nährboden von bürgerlichen Demokratien, wie wir gerade in einer leben, entstehen und wachsen.

Wir streben eine Gesellschaft an, in der die Menschen selbstbestimmt ihr Leben entwickeln können. Um dies zu können, ist es wichtig, seine Umgebung zu kennen. Wenn wir also in einer Welt ohne Rassismus leben wollen, müssen wir die Welt kennenlernen. Fremdes ist nur deshalb fremd, weil wir es uns (noch) unbekannt ist. Eine weltoffene Gesellschaft fängt bei jeder einzelnen Person an und kennt keine Standesunterschiede und Nationalitäten.

Doch nicht nur im Alltag mit kleinen Gesten können wir für eine solidarische Gesellschaft arbeiten. Auch und gerade öffentlich und mit anderen zusammen können wir Rassisten zeigen, dass ihre Ideologie bei uns keinen Platz hat. Egal ob bei Blockaden von Naziaufmärschen, bei Protesten gegen NPD- Kund- gebungen oder wenn Nazis auf andere Weise die Öffentlichkeit suchen – eine Welt ohne Rassismus ist möglich! Gemeinsam können wir sie schaffen!

Macht mit! Es gibt eine Welt zu gewinnen!

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