Antimilitarismus

Stell dir mal vor…

, du würdest in einer Welt ohne Krieg leben! Stell dir vor, wenn du dir Geschichten vom Krieg ansehen oder lesen würdest, könntest du dir sicher sein, dass dir niemals sowas passieren wird! Stell dir vor, du bräuchtest kein schlechtes Gefühl zu haben, weil du wüßtest, dass das Land in dem du lebst andere nicht angreift. Und stell dir vor, kein Land hätte mehr die Erlaubnis, Waffen zu exportieren und so Tod und Elend in der Welt zu verbreiten.

Leider leben wir nicht in dieser Welt. Zwar wird in den Medien selten direkt von Krieg gesprochen, aber unter einem anderen Namen finden sie doch statt: als Sicherung des Friedens, Terrorabwehr, Piratenbekämfung und irgendein anderer absurder Schwachsinn. Leider glauben zu viele an diese verlogenen Umschreibungen. Denn sie sehen nicht, wie Dörfer zerbombt werden, wie Zivilist_innen fliehen und getötet werden, wie Soldaten verrohen und im Ausnahmezustand des Krieges zu unmenschlicher Grausamkeit in der Lage sind. Wenn uns das Militär mal persönlich begegnet, dann sind es freundliche und akkurate Offiziere, die in Schulen auftreten, um für eine “Karriere” bei der Bundeswehr zu werben. Oder Planspiele, die in der Schule durchgeführt werden oder Menschen, die an der Uni forschen. Und die dazu beitragen sollen, dass uns das Militär als etwas normales und zu unserer Gesellschaft dazu gehörendes erscheint. Und wozu das Ganze? Im gegenwärtigen kapitalistischen System ist die Antriebskraft für Entwicklungen allein der Gewinn, den etwas erzielt. Kriege kurbeln die Wirtschaft an, weil sie neue Produkte nötig machen (wie zum Beispiel Waffenexporte) und neue “Märkte erschließen” (Konzerne, die sich nun beispielsweise in Afghanistan niederlassen können). Damit geht es einigen Großkonzernen durch den Krieg besser, viele betroffene Menschen leiden dadurch aber unvorstellbar.

Um dieses Leid zu beenden, müssen wir also letzten Endes das kapitalistische Wirtschaftssystem überwinden. Doch auch vorher lohnt es sich, für eine friedliche Welt zu streiten. Indem wir uns mit den tatsächlichen Ereignissen in Kriegsregionen beschäftigen und die dahinterstehenden Interessen hinterfragen. Indem wir demonstrieren, dass mit uns kein Krieg zu führen ist. Indem wir es uns nicht gefallen lassen, wenn die Bundeswehr an unserer Schule Morden und Sterben als tolle Karrieremöglichkeit darstellt. Indem wir Widerstand leisten, wo immer von Frieden gesprochen wird, aber Krieg gemeint ist.
Eine friedliche Welt ist möglich!

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