Internationales

Stell dir mal vor…

eine Welt, in der Staaten nicht gegeneinander streiten, sondern miteinander zum Wohl der Menschheit!
Die kapitalistische Welt wird vom Konkurrenzdenken bestimmt. Kriege um Ressourcen, Waffenhandel, Großmachtsdenken prägen den Umgang der hochindustriellen Staaten mit anderen Regionen der Welt. In Deutschland ernährt man sich vom millionenfachen Sterben anderer Menschen, denen von Großunternehmen Nahrung, Land und Menschenrechte geraubt werden. Stattdessen inszeniert sich die deutsche Herrschaft als Hüter der Demokratie und maßt sich an, „die Griechen“ als faul zu bezeichnen, um den Armen dort dann mit Spardiktaten noch den letzten Euro aus der Tasche zu ziehen. Andere Länder werden für Öl in die Steinzeit bombardiert, das Wort Demokratie wird missbraucht, um stabile Staaten zu zerstören und tausende Leben zu nehmen.
Gern zeigen die Medien auf Missstände in anderen Ländern, um von eigenen Problemen abzulenken. Teile und herrsche lautet die Devise. Die Ärmsten hierzulande sollen sich glücklich schätzen, dass es ihnen nicht so geht wie den Menschen in Afrika, die kläglich daran sterben, dass all die Nahrung, die in ihrem Land produziert wird, bereits zu uns abtransportiert oder an der Börse verspekuliert wurde.

Doch einige leisten Widerstand. Die Bolivarianische Allianz für die Völker unseres Amerika, ein südamerikanischer Staatenbund zeigt, dass es auch anders funktionieren kann. Dieses Bündnis lebt von gegenseitiger Solidarität. Während die EU zu einem Werkzeug verkommt, welches Deutschland die Vorherrschaft sichert und seinen Außenhandel stabilisiert, wovon ausschließlich Großunternehmen profitieren, setzt man in der ALBA auf gegenseitige Rücksichtnahme. Venezuela versorgt die Mitglieder mit günstigem Öl, Kubas Ärzte errichten fortschrittliche Gesundheitssysteme in der gesamten Region, Boliviens Landwirtschaft erhält einen Aufschwung durch solidarischen Handel. Eine gemeinsame Währung schützte die Allianz vor den schlimmsten Auswirkungen der Krise des Kapitalismus. Zum ersten Mal erhalten auch indigene Völker und die Armen eine Stimme. Gerade weil es nicht darum geht, das meiste Geld einzutreiben, profitieren alle davon.

Die ALBA ist natürlich nur ein regionaler Anfang, heute noch eine Ausnahme, von der wir lernen müssen. Die von Geldgier bestimmte EU scheint einem solchen Ideal entgegenzustehen, gleichzeitig bietet sie eine Möglichkeit, um mit den Kommunikationsmitteln unseres Jahrhunderts die Vernetzung der Menschen voranzutreiben. Wir streiten für eine Welt, in der Staaten nicht in Konkurrenz zueinander stehen, sondern um das Wohl aller Menschen bedacht sind. Es darf nicht nur um das eine Prozent gehen, welches die Welt beherrscht und jedes Jahr Millionen von Menschen den Hungertod erleiden lässt, es geht um nicht weniger als eine weltumspannende, solidarische Demokratie, in der alle Menschen einander Geschwister sind. Von diesem Punkt aus, werden nicht einmal mehr Staatsgrenzen nötig sein.

Comments are closed.