Soziales

Stell dir mal vor…

, deine Würde wäre unantastbar! Stell dir vor, du würdest in einer Welt leben, in der es völlig egal wäre, ob du arbeiten möchtest oder nicht. Du würdest in jedem Fall genug zu Essen, eine Wohnung und ein bißchen Luxus haben können. So, dass du gut leben könntest. Stell dir vor, auch wenn du etwas anders machst als andere, anders tickst, bestimmte Dinge nicht kannst oder nicht willst, würden die anderen dich akzeptieren.Stell dir vor, du würdest in einer Welt leben, in der deine Wünsche und Ziele wichtig wären und du dich nicht immerzu unterordnen müsstest. Stell dir vor, du würdest in einer Gemeinschaft mit anderen Menschen leben und ihr würdet nicht im Wettbewerb zueinander stehen. Ihr würdet einfach versuchen, euch gemeinsam ein schönes Leben zu gestalten.

Leider leben wir bisher nicht in dieser Welt. Wir müssen uns vom Jobcenter oder unseren Chefs oder unseren Lehrer_innen nerven lassen und was wir selber wollen, spielt dabei leider häufig keine Rolle. Meistens haben wir nicht die Möglichkeit, unsere Fähigkeiten – also das, was wir wirklich gut können und gerne machen – einzusetzen. Statt dessen wird auf unseren „Fehlern“ rumgehackt und wir müssen uns viel zu oft bemühen, anders zu sein als wir es eigentlich sind.
Das liegt vor allem daran, dass wir in einem System leben, in dem der maximale Gewinn für einige Wenige aus der Arbeit Aller gezogen werden soll. Deshalb müssen wir funktionieren, uns anpassen und brav arbeiten – damit ein paar Firmenbesitzer_innen, Manager_innen, Chefs und Politiker_innen dickes Geld verdienen. Und wenn wir nicht arbeiten, werden wir auch deshalb gedemütigt und herabgewertet, damit wir in Zukunft jede Arbeit akzept- ieren, die uns angeboten wird. In dieser Welt, in der es immerzu um Geld geht, ist meistens kein Platz für unsere eigenen Bedürfnisse, unsere Wünsche und Ideen. Wir müssen nach deren Regeln mitspielen, oder wir stehen ziemlich schlecht da.

Wenn wir eine andere Welt wollen, müssen wir sie uns erschaffen! Das bedeutet, das kapitalistische System zu überwinden, in dem wir uns nicht entfalten können. Es kann bedeuten, ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle Menschen einzuführen. Davon könnten wir gut leben. Und es wäre anders als Hartz IV nicht an Bedingungen (wie Bewerbungen schreiben oder Maßnahmen mitmachen) gekoppelt. Es kann aber auch langfristig bedeuten, das Geld komplett abzuschaffen und andere Formen des Zusammenlebens, des Teilens und des gemeinsamen Arbeitens zu finden. Ideen gibt es viele. Wir wollen damit anfangen, sie umzusetzen. Aber weil uns mächtige Personen und Strukturen aufhalten, können wir das nur gemeinsam schaffen!

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