Häuser denen, die drin wohnen!

Suchst Du noch oder wohnst du schon? In Deutschland herrscht Wohnungsnot. Dies hat verschiedene Gründe. Aber egal in welcher Lebenssituation und in welchem Alter wir uns befinden, es wird immer schwerer Wohnraum zu finden, der sich bezahlen lässt und der dem eigenen Bedarf entspricht. Es ist ein Problem, das uns alle betrifft. Denn wir alle brauchen ein Zuhause. Doch es gibt auf kommunaler Ebene verschiedene Möglichkeiten den Wohnungsmarkt zu entspannen. Der vorhandene Wohnraum darf seine Sozialbindung nicht verlieren, zudem muss aber auch mehr sozialer Wohnraum geschaffen werden. Nicht der Profit darf im Mittelpunkt stehen, sondern der Bedarf der Menschen nach einem angemessenen Zuhause. Bezahlbares Wohnen ist ein Grundrecht!

Bus und Bahn bezahlbar und für alle!

Der ÖPNV ist nicht nur eine grundlegende Entlastung für Pendler und Umwelt, sondern auch Voraussetzung für die Mobilität von Jugendlichen und Rentner*innen. Daher gehört der ÖPNV in Liniendichte und Takt verbessert. Es ist eine Utopie, dass man überzeugte Autofahrer durch Argumente zur ÖPNV-Benutzung bewegt. Es müssen Taten folgen: Wir fordern die Verdichtung des Taktes auf minimal eine Stunde auf Bahn- und minimal zwei Stunden auf Überlandbuslinien, eine Ausweitung der Verkehrszeiten, die Schließung von Lücken im Liniennetz und die Senkung der Nutzungskosten bis hin zur kostenfreien Mitfahrt. Nur so bekommt man die Pendler*innen in der Fläche aus dem Auto in Bus und Bahn.

Bildung für alle, sonst gibts Krawalle!

In Deutschland entscheidet die soziale Herkunft noch immer zu sehr über den Werdegang eines Kindes. Im Bereich der Bildung wird gespart, wo es nur geht. Dennoch kann man auf kommunaler Ebene schon viel bewegen, damit die grundlegenden Voraussetzungen für jedes Kind gegeben sind, sich frei zu entwickeln. Daher kämpfen wir für eine sinnvolle Erstausstattung an Schulbedarf für Kinder, sowie Lehr- und Lernmittel und Technik, die den Anforderungen des heutigen Schulunterrichts entsprechen. Des Weiteren müssen besonders die „Dorfschulen“ im ländlichen Raum gestärkt werden, da viele Kinder sonst einen langen Anreiseweg bis zur nächsten Schule auf sich nehmen müssen, welcher sich mit dem derzeitigen ÖPNV als problematisch gestaltet. Daher fordern wir auch ein landesweites kostenloses Schülerticket. Bildung ist eine Investition in die Zukunft und hat daher Mehrwert.

Schnelles Surfen statt Dauerladen!

Die digitale Infrastruktur in M-V ist miserabel. Auf langsames mobiles Internet und Funklöcher trifft man fast überall fern der größeren Städte. Und auch der Ausbau von Breitbandinternet geht nur schleppend voran. Zeitgemäßes Surfen, beispielsweise Streaming, ist unter dieser Voraussetzung kaum möglich. Deswegen muss auf kommunaler Ebene Druck auf die Landesregierung ausgeübt werden, damit der Breitbandausbau vorangeht, da gewinnorientierte Firmen aus Rentabilitätsgründen kaum in die ländliche Infrastruktur investieren. Aber auch in vielen größeren Städten muss das Breitbandnetz ausgebaut werden, um dem modernen Standard gerecht zu werden. Um allen Menschen in M-V eine zukunftsfähige digitale Infrastruktur bieten zu können, fordern wir den Ausbau über Glasfaserkabel. Als weiteren Teil dieses Ausbaus fordern wir mehr öffentliches WLAN! Organisiert durch die Kommune oder als Teil der Initiative Freifunk entspricht dies unserer Vorstellung.

Für eine progressive Drogenpolitik!

Wir als linksjugend [’solid] M-V fordern eine progressive Drogenpolitik. Dazu müssen regionale Initativen und Bündnisse mehr gefördert werden,die Programme wie Drug-Checking, also staatliche Anlaufstellen die Drogen auf Qualität und schädliche Streckmittel prüfen und Cannabis-Social-Clubs umfassen. Dafür bedarf es einen verantwortungsvollen Umgang mit Cannabis der nur sichergestellt werden kann, wenn es keine strafrechtliche Verfolgung von gering Mengen mehr und die Entkriminalisierung von Cannabiskonsument*innen gibt. Denn nur so kann ein präventiver Umgang gewährleistet werden. Das Ziel einer progressiven Drogenpolitik in unseren Kommunen wollen wir durch Anträge erreichen, welche wir in unserem Stadtvertretungen stellen werden.

Wir brauchen selbstverwaltete Freiräume!

Gerade in ländlichen Gegenden verschwinden immer mehr Jugendclubs oder ähnliche Zentren, in denen Kinder und Jugendliche ihre Freizeit frei von kommerziellem Druck gestalten können. Aber auch in Städten wird es zunehmend schwer Freiräume zu finden. Vor allem alternative, nichtkommerzielle Räume und linke Zentren, die selbstverwaltend funktionieren, sind Mangelware. Daher halten wir es für wichtig, dass solche neu aufgebaut werden und auch Räume mit ausgebildeten Sozialarbeiter*innen entstehen, damit Kinder und Jugendliche genug kreative Räume zur Verfügung haben. Dafür sollten staatliche Einrichtungen nicht privatisiert, sondern für ehrenamtliches Engagement von Kindern und Jugendlichen geöffnet werden. Auch alternative Wohnprojekte, die zudem dem Mietwucher entgegenwirken, gilt es zu erhalten und durch Hausbesetzungen neu zu schaffen.