Nachhaltigkeit

Stell Dir mal vor…

, du läufst durch die Straßen deiner Stadt und kannst tief durchatmen. Stell dir mal vor, du reist durch die Welt und überall triffst du auf eine gesunde Flora und Fauna. Der Energiebedarf der Menschheit wird zu hundert Prozent erneuerbar gestillt. Regionale Produktions-und Konsumkreisläufe prägen die Gesellschaft. Die Ernährungswirtschaft basiert nicht mehr auf fossilen Energieträgern, sondern auf ökologisch nachhaltigen Prinzipien. Die Gier, die Konsumgeilheit und der (Zeit-) Druck das Geld für diese „Bedürfnisse“ aufzutreiben sind Vergangenheit. Neue Glück und Wohlbefinden fördernde Werte stehen als gesellschaftliches Ideal.

Ach, wie schön wäre das!
Leider leben wir in der industrialisierten Welt, welche Konsumgeilheit und Wegwerfgesellschaft und das Anhäufen von Geld und vermeintlich wertvoller Güter als Idealvorstellung für die Lebensgestaltung vorsieht. In naher Zukunft wird das Erdöl aufgebraucht sein. Andere fossile Energieträger wie Kohle oder Uran werden in der endlichen Welt auch nicht ewig vorhanden sein. Ganz zu schweigen von den Folgen der Müll- und Schadstoffproduktion, welche gravierende Auswirkungen auf die Natur in nicht industrialisierten Ländern hat. Das Leben, wie wir es kennen, steht auf der Kippe. Und die Antwort des kapitalistischen Systems ist: Weiter so! Aber bitte in green!
Alle Maßnahmen des Green New Deals dienen der Aufrechterhaltung des kranken umweltzerstörenden Systems. Es wird behauptet, man müsse die Wirtschaft einfach auf grün stellen. Aber gerade der hochgelobte freie Markt sorgte dafür, dass die Produktion in Entwicklungsländer verlegt wurde. Dort, wo Umweltschutz für die Menschen aufgrund von Existenzproblemen nachrangig ist. Dort, wo Hunger und Not die Bevölkerung entrechten. Dort fühlt sich der Kapitalismus am wohlsten. Ein System, das auf Ausbeutung basiert, das Renditedruck und Sachzwänge erzeugt, das in seiner Theorie die Umwelt als wertlos erachtet, ist nicht in der Lage die Erde zu bewahren. Der Kapitalismus konnte noch nie Gerechtigkeit unter den lebenden Menschen herstellen und wird auch nie Gerechtigkeit für nachfolgende Generationen erschaffen. Er wird die Ressourcen dieser Erde komplett aufbrauchen und die Existenzgrundlage der Menschheit vernichten. Der Green New Deal ist nur ein Spiel auf Zeit.

Aber eine andere Welt ist möglich.
Durch die Abschaffung des Kapitalismus und seiner Gesetzmäßigkeiten und Zwänge, ist global getrennte Produktion unnötig. Die Arbeitskraft der Menschen in Deutschland ist genauso viel Wert wie anderswo auf der Welt. Regionale Wirtschaftskreisläufe machen Transporte um den Globus sinnlos. Selbstverständlich muss die Energieversorgung auf regenerativen Quellen basieren. Gerechtigkeit wird durch den Bestandsschutz der übrigen Ressourcen angestrebt. Durch die ökosoziale Transformation der Gesellschaft können wir den Kapitalismus überwinden und eine gerechtere Gesellschaft aufbauen, die mit den ökologischen Grenzen unseres Planeten harmoniert.

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